Adrenalin pur im Trentino zwischen Folgaria und Pampeago

Der Fokus liegt auf der Strecke der Tour of the Alps. Das Etappenrennen in der Euregio (16. bis 20. April) beginnt mit zwei ereignisreichen Teilstücken. In Arco am Gardasee im Trentino fällt der Startschuss, während sich die Topfavoriten zum ersten Mal auf den rauhen Aufstiegen der Alpe Cimbra und im Fleimstal packende Duelle liefern werden.

Die Strecke der Tour of the Alps, die im vergangenen November in Mailand vorgestellt wurde, erfüllt auch in diesem Jahr die hohen Erwartungen Die Etappen sind kurz, sehr intensiv und werden Teilnehmer und Radsport-Liebhaber gleichermaßen in ihren Bann ziehen – damit entspricht sie den Charakteristiken eines modernen Etappenrennens voll und ganz. Die zweite Ausgabe des internationalen Radrennens, die von Montag, 16. bis Freitag, 20. April über die Bühne gehen wird, stellt die Topfavoriten während dieser fünf Tage auf den Straßen des Trentino, Südtirols und Tirols vor eine große Herausforderung auf dem Weg hin zum Giro d’Italia.

In Arco am Gardasee im Trentino, wo sich auch der Sitz des ausrichtenden G.S. Alto Garda befindet, fällt der Startschuss zur Tour of the Alps 2018. Damit wird die 40-jährige Tradition des Giro del Trentino gewürdigt, dessen Erbe das Radsport-Event in der Euregio im vergangenen Jahr angetreten ist. In Arco wird es am Sonntag, 15. April – also am Tag vor Rennbeginn – ein reichhaltiges Rahmenprogramm geben mit den letzten Vorbereitungen, der Vorstellung der teilnehmenden Teams und der heiß erwarteten Pressekonferenz der Topfavoriten auf den Gesamtsieg.

Der erste Abschnitt der ersten Etappe (Arco – Folgaria 134,6 km) verläuft flach und auf dem nicht allzu steilen Anstieg auf den Sattel von Andalo werden die Teilnehmer erstmals auf Betriebstemperatur kommen. Anschließend wird es packende Duelle um den ersten Bergpreis geben – 6 Kilometer vor dem Ziel fallen in Serrada di Würfel. Die letzten 700 Meter im Zentrum von Folgaria, der Perle der Alpe Cimbra, verlangen den Teilnehmern bei einer Steigung von 10 Prozent noch einmal alles ab. Wer hier noch genügend Kraft in den Beinen hat und explosionsartig in die Pedale tritt, wird sich wohl das erste Leader-Trikot der Tour of the Alps überstreifen.

Die Zielankunft im Zentrum von Folgaria wird sehr theatralisch sein und das Rennen würdevoll eröffnen. Dieses Event unterstreicht die enorme Verbundenheit und die große Freundschaft zwischen unserem Gebiet und diesem internationalen Rennen. Die Alpe Cimbra investiert seit einigen Jahren viel in die Welt des Radsports. Als Teil dieser Veranstaltung, die den Geist der Euregio perfekt wiederspiegelt, haben wir die Möglichkeit, unser Projekt auf nationaler und internationaler Ebene bekannt zu machen“, unterstreicht Michael Rech, Präsident des Tourismusvereins Alpe Cimbra.

Auf der zweiten Etappe (Lavarone – Alpe di Pampeago-Fiemme 145,5 km), die auf der Alpe Cimbra beginnt, könnte das Gesamtklassement so richtig durchgeschüttelt werden. Zuerst wartet Mitte des zweiten Teilstücks der Aufstieg auf den Redebus-Pass auf die Teilnehmer. Auf den letzten 7,5 Kilometern der Etappe bis zum Ziel auf der Alpe di Pampeago, die sicherlich die anspruchsvollsten der gesamten Tour of the Alps sind, geht es schließlich um den Tagssieg. Nachdem das Feld das Zentrum von Tesero passiert hat, müssen die Radprofis konstant mit einer Steigung von über 10 Prozent rechnen – hier haben Bergspezialisten wie Pavel Tonkov, Marco Pantani und Gilberto Simoni bereits Geschichte geschrieben.

Pampeago ist wieder Gastgeber eines großen internationalen Radsport-Events, nachdem der Giro d’Italia bereits fünf Mal seine Zelte hier aufgeschlagen hat. Die Strecke führt durch das gesamte Fleimstal, ein Gebiet im Trentino, das von Mai bis Oktober immer zahlreiche Rad-Amateure und Radsport-Liebhaber anlockt. Sie eifern den Champions nach, wie zum Beispiel auch im Rahmen der Marcialonga Cycling. Dieses renommierte Amateurrennen findet am 27. Mai statt und wird im Fleimstal und Fassatal ausgetragen“, erklärt Bruno Felicetti, Direktor des Tourismusvereins Fleimstal.

Im Sommer ist der Aufstieg hinauf nach Pampeago für den Verkehr gesperrt. Es ist ein phantastischer Ort für alle Radsport-Begeisterten, die zum einen ihre Grenzen austesten wollen und zum anderen den direkten Kontakt mit der einmaligen Landschaft in den Dolomiten suchen“, so Felicetti abschließend.