Die Tour of the Alps im Scheinwerferlicht: Chris Froome ist am Start

Die Veranstalter des Euregio-Etappenrennens (16. – 20. April) – das heute in Auer, dem Startort der dritten Etappe, vorgestellt wurde – bestätigten die Teilnahme des vierfachen Tour-de-France-Siegers, der ein ohnehin schon sagenhaftes Starterfeld vervollständigt

In der Aula Magna von Auer – jener Südtiroler Ortschaft, in der die dritte Etappe der unmittelbar bevorstehenden Tour of the Alps beginnen wird – erfolgte heute die Vorstellung des Radsport-Events in der Euregio. In dessen Rahmen werden sich vom 16. bis 20. April einige der größten Stars der internationalen Radsportszene messen und auf den Straßen von Tirol, Südtirol und des Trentino gegenseitig herausfordern. Das Etappenrennen dauert fünf Tage und verspricht Spektakel pur, das weltweit übertragen wird. An der Pressekonferenz nahm die Südtiroler Sport-Landesrätin Martha Stocker teil – in Vertretung des Südtiroler Landeshauptmanns und aktuellem Euregio-Präsidenten Arno Kompatscher. Außerdem wohnten dem Medien-Termin der Generalsekretär der Euregio für Südtirol Christof von Ach, der Bürgermeister von Auer Roland Pichler, der Marketing-Verantwortliche der IDM Südtirol Thomas Aichner und der Olympia-Teilnehmer im Snowboard Roland Fischnaller bei.

Die Tour of the Alps, 2017 entstanden, ist ein großes, grenzüberschreitendes Projekt, bei dem die drei Regionen eng zusammenarbeiten. Es hat sich sehr schnell als eines der schönsten Etappenrennen im internationalen Radsport-Kalender etabliert – wohl auch, weil es auf das 40-jährige Erbe des Giro del Trentino aufbaut. Nach der erfolgreichen Feuertaufe im vergangenen Jahr schickt sich auch die Ausgabe 2018 an, zu einem großen Erfolg zu werden.

Mit der endgültigen Teilnahmebestätigung von Chris Froome, der am 16. April in Arco am Start stehen wird, dürfte die Aufmerksamkeit gegenüber der Tour of the Alps heuer noch größer sein. Froome bereichert das ohnehin schon großartige Teilnehmerfeld, in dem viele Champions und Spitzenteams zu finden sind. Der vierfache Sieger der Tour de France, der in diesem Jahr den Giro d’Italia ins Visier genommen hat, wird das Team Sky anführen. Diese Mannschaft möchte einen wahrscheinlich noch nie dagewesenen Rekord aufstellen, und zwar ein Etappenrennen vier Mal in Folge mit vier unterschiedlichen Rennfahrern zu gewinnen.

Dreht man das Rad der Zeit zurück, so scheint in der noch kurzen Siegertafel der Tour of the Alps der Name von Geraint Thomas als Sieger von 2017 auf. Bei den letzten beiden Ausgaben des Giro del Trentino triumphierten ebenfalls zwei Profis des Team Sky: Der Spanier Mikel Landa war 2016 erfolgreich, der Australier Richie Porte im Jahr davor.

Nach einem alles andere als einfachen Saisonstart wird Froome bei der Tour of the Alps den ersten Saisonsieg anpeilen. Allerdings bekommt er es mit hochkarätigen Gegnern zu tun. Der Italiener Fabio Aru und der Franzose Thibaut Pinot, der bereits im vergangenen Jahr auf den Straßen der Euregio geglänzt hat, zählen genauso wie Froome zum engen Favoritenkreis.

Bei der Tour of the Alps 2018 werden gleich neun World Teams am Start sein. Das ist ein neuer Rekord. Insgesamt sind 20 Mannschaften zu jeweils sieben Fahrern gemeldet. Hier die Liste der teilnehmenden Teams:

WORLD TEAMS
AG2R-La Mondiale (Frankreich)
Astana Pro Team (Kasachstan)
Bahrain-Merida Pro Cycling Team (Bahrain)
BORA-hansgrohe (Deutschland)
Dimension Data (Südafrika)
FDJ (Frankreich)
Lotto.NL-Jumbo (Niederlande)
Team Sky (Großbritannien)
UAE-Emirates (Vereinigte Arabische Emirate)

PRO CONTINENTAL TEAMS
Androni Giocattoli-Sidermec (Italien)
Bardiani-CSF (Italien)
CCC-Sprandi (Polen)
Euskadi-Murias (Spanien)
Gazprom-Rusvelo (Russland)
Israel Cycling Academy (Israel)
Nippo-Vini Fantini (Italien)
Wilier Triestina-Selle Italia (Italien)

CONTINENTAL TEAMS
Tirol Cycling Team (Österreich)
Team Felbermayr-Simplon (Österreich)

NATIONAL TEAMS
Italien

Anders als bei der Ausgabe 2017, die in Kufstein gestartet und in Trient zu Ende gegangen ist, wird die Tour of the Alps dieses Mal von Süden nach Norden gefahren. Sie beginnt am Nordufer des Gardasees:  In Arco werden am Sonntag, 15. April – und somit dem Tag vor dem Startschuss – die Teams der Öffentlichkeit vorgestellt. Am Tag darauf bewegt sich das Feld von Arco hin zum ersten anspruchsvollen Ziel in Folgaria, während die zweite Etappe Lavarone-Alpe di Pampeago/Fiemme durch die einzige Zielankunft in der Höhe gekennzeichnet ist. Das dritte Teilstück wird ausschließlich auf Südtiroler Boden gefahren. Es beginnt in Auer und endet in Meran. Etappe Nummer vier startet in Klausen und endet in Österreich, genauer gesagt in Lienz.

Groß ist die Vorfreude auf die fünfte Etappe, die die Teilnehmer von Rattenberg nach Innsbruck führen wird. Die Radprofis werden hier zwei Schleifen auf dem Kurs der Rad-WM fahren, die Ende September in der Hauptstadt Tirols stattfinden wird. Das ist ein weiterer Grund für das enorme Medieninteresse an der Tour of the Alps. Die Fernsehbilder werden in über 100 Ländern übertragen, außerdem werden täglich mehr als 90 Minuten live gesendet. Die Produktion übernimmt PMG Sport (die Tour of the Alps gehört dem Projekt „Ciclismo Cup“ an, das von der Vereinigung Lega Ciclismo Professionistico gefördert wird).

DIE STRECKE DER TOUR OF THE ALPS 2018

1. Etappe – Montag, 16. April
Arco – Folgaria, 134,6 km
Höhenunterschied: 2530m. Schwierigkeit: ***

2. Etappe – Dienstag, 17. April
Lavarone – Fiemme/Alpe di Pampeago 145,5 km
Höhenunterschied: 2900m. Schwierigkeit: ****

3. Etappe – Mittwoch, 18. April
Auer – Meran 138,3 km
Höhenunterschied: 2600m. Schwierigkeit: **

4. Etappe – Donnerstag, 19. April
Klausen – Lienz 134,3 km
Höhenunterschied: 2300m. Schwierigkeit: ***

5. Etappe – Freitag, 20. April
Rattenberg – Innsbruck 164,2 km
Höhenunterschied: 2770m. Schwierigkeit: ***

Fünf Renntage, insgesamt 716,9 Kilometer, 13.100 Höhenmeter, 10 Bergwertungen: Die Tour of the Alps weist alle Charakteristiken eines modernen Etappenrennens vor und bestätigt damit das spektakuläre Format mit kurzen, aber intensiven Abschnitten aus dem Vorjahr, welches sehr gut angekommen ist.