Emotion pur in Innsbruck bei der Gedenkfeier für Michele Scarponi

Der Bischof von Innsbruck Hermann Glettler hat im Zielbereich der fünften Etappe der Tour of the Alps eine ergreifende Feier im Gedenken an den verunglückten italienischen Radprofi zelebriert

Im sonnigen Innsbruck, das der Ankunft der fünften und letzten Etappe der diesjährigen Tour of the Alps entgegenfieberte, war auch Platz für Erinnerung und Ergriffenheit. In der Hauptstadt Tirols ist die Erinnerung an Michele Scarponi schließlich noch sehr wach, hat er hier im vergangenen Jahr die erste Etappe des Radrennens in der Euregio gewonnen, bevor er wenige Tage später nach einem tragischen Verkehrsunfall in seiner Heimat aus dem Leben gerissen wurde. 

Und ausgerechnet in Innsbruck wollte die Tour of the Alps Michele Scarponi eine Gedenkfeier widmen, die im Zielbereich der Etappe von Rattenberg nach Innsbruck (164,2 Kilometer) vom Innsbrucker Bischof Hermann Glettler gestaltet wurde und an der Giacomo und Flavia Scarponi teilnahmen. 

Sehr berührende Worte fand auch ein sichtlich bewegter Giacomo Santini, Präsident des GS Alto Garda: „Michele war ein Beispiel für alles, was der Radsport eigentlich sein sollte und was er dank Persönlichkeiten mit so viel menschlichen Qualitäten sein kann. Michele war ein großer Sportler, er war gleichzeitig lustig, großzügig und bescheiden. Ein Freund, ein Vater, ein Bruder. Im Radsport gibt es so viel mehr als die Ergebnislisten und Michele wird immer dort sein, in unserem Herzen, wo wir uns immer an ihn erinnern werden.“