Österreich will bei der TotA vorne mitmischen: Preidler und Großschartner die heißesten Anwärter

An der Tour of the Alps 2018 (16. bis 20. April) nehmen auch die beiden österreichischen Teams Tirol und Felbermayr teil. Am Start ist zudem Lukas Pöstlberger, der beim letzten Giro d’Italia die erste Etappe gewann und somit ins Rosa Trikot schlüpfte.

Exakt zehn Tage vor dem Startschuss in Arco (Trient) kristallisiert sich das Teilnehmerfeld der Tour of the Alps 2018 (16. bis 20. April) heraus. Zu den klingenden Namen der weltweiten Radsportelite – von Thibaut Pinot und Miguel Angel Lopez, über Fabio Aru und Domenico Pozzovivo bis hin zum vierfachen Tour-de-France-Sieger Chris Froome – gesellen sich einige „Spielverderber“ hinzu, die den neun Mannschaften der World Tour das Leben schwer machen möchten.

Zu dieser Kategorie zählen auch die zahlreichen Spitzenfahrer aus Österreich, die sich beim Radsport-Event in der Euregio so stark wie noch nie präsentieren. So haben sich gleich zwei Continental-Teams mit ihren starken Fahrern einen Etappensieg zum Ziel gesetzt, nämlich Tirol Cycling und Felbermayr Simplon Wels.

Obwohl es auf sehr junge Fahrer setzt, aus denen das 18-jährige Talent Mario Gamper heraussticht, möchte das Team Tirol bei den letzten beiden Etappen den Heimvorteil ausnutzen und sich vor allem auf der Strecke der nächsten UCI Road World Championships in Innsbruck in Szene setzen. Die Mannschaft Felbermayr geht im Gegensatz dazu mit einer sehr soliden Mannschaft an den Start, die von den auf internationalem Niveau erfahrenen Riccardo Zoidl und Markus Eibegger angeführt wird.

Die größten Hoffnungen auf einen österreichischen Erfolg bei der Tour of the Alps liegen aber auf den drei Spitzenfahrern Georg Preidler (Groupama-FDJ), sowie die für das Team Bora-hansgrohe fahrenden Felix Großschartner und Lukas Pöstlberger. Letzterer streifte sich beim Giro d’Italia 2017 das Rosa Trikot über. Wenn die Straßen steil werden ist Preidler der Vertrauensmann von Thibaut Pinot und begeistert mit seinem Fahrstil das Publikum. Wer weiß, ob er nicht bei der Tour of the Alps seinen ersten großen internationalen Erfolg bei einem Rennen der Kategorie 2.HC feiert.

Meine FDJ-Mannschaft startete letztes Jahr bereits bei der Tour of the Alps und alle waren von der Organisation und Streckenführung begeistert. Die Tour ist sehr schwer und ich werde vor allem meinen Kapitän Thibaut Pinot unterstützen. Im Vorjahr wurde er ja Gesamtzweiter hinter Geraint Thomas und heuer will er ganz oben stehen! Wir alle freuen uns sehr auf die Rundfahrt, wo wir uns den letzten Feinschliff für den Giro d’Italia holen wollen!”, erklärte der 27-jährige Österreicher.

Genau wie Preidler ist auch Großschartner ein Fahrer, der im steilen Gelände seine Stärken ausspielen kann. Das unterstreicht auch der zehnte Platz bei der Radfernfahrt Paris-Nizza, wo er zudem der zweitbeste Nachwuchsfahrer war. „Vor dem Giro d’Italia ist die Tour of the Alps mein großes Ziel. Ich gehe dort als Kapitän rein und die Rundfahrt ist auch für meinen Hauptsponsor Bora sehr wichtig. Wir wollen uns dort sehr gut präsentieren. Die Rad-WM ist zur jetzigen Zeit noch etwas weit weg. Aber die Idee, die Tour of the Alps mit der Rad-WM zu verbinden, ist genial“, sagte Großschartner.

Ganz anders sind hingegen die Charakteristiken von Pöstlberger: Mit einem schnellen Antritt ausgestattet beherrscht er als Finisseur die Feinheiten des richtigen Augenblicks im Sprint. Deshalb wird der 26-Jährige aus Vöcklabruck seinen Fokus auf die Zwischenetappen Meran und Lienz richten, wo er die Konkurrenz wie bei seinem Etappensieg beim Giro d’Italia überraschen möchte.

Unter den teilnehmenden Mannschaften befindet sich zudem die italienische Nationalmannschaft von Davide Cassani. Die junge Auswahl wird vom Trentiner Nicola Conci angeführt. Das internationale Teilnehmerfeld runden die Mannschaften Euskadi Murias und Israel Cycling Academy ab, die dazu beitragen, dass die Tour of the Alps zu einem der spannendsten, spektakulärsten und ideenreichsten Rennen der Radsaison zählt.