Team Sky auf Rekordjagd: Bei der TotA soll der vierte Sieg her

Alle für Froome: So lautet das Motto des britischen Topteams, das beim Etappenrennen in der Euregio (16. bis 20. April) den vierten Gesamtsieg mit dem vierten Fahrer einfahren möchte. Sportdirektor Tosatto ist überzeugt: „Auf der Alpe di Pampeago kristallisiert sich heraus, wer um den Gesamtsieg mitfährt.“

Richie Porte im Jahr 2015, Mikel Landa 2016 und Geraint Thomas 2017: Seit drei Jahren dominiert das Team Sky das Geschehen, zuerst beim Giro del Trentino und jetzt bei der Tour of the Alps. In Hinblick auf die Ausgabe 2018 des Rad-Events in der Euregio (16.-20. April) setzt der britische Rennstall auf Chris Froome, seinen stärksten Mann, und möchte mit ihm einen wohl noch nie dagewesenen Rekord aufstellen: Ein Etappenrennen zum vierten Mal in Serie mit dem vierten Rennfahrer gewinnen.

Vier, das ist eine Zahl, die sich in der Historie des Team Sky wiederholt, denn vier Mal hat Chris Froome die Tour de France gewonnen. Nachdem er sich insgesamt 59 Mal das Gelbe Trikot überstreifte, hat der Ausnahmekönner mit kenianischen Wurzeln die Tour of the Alps als ideales Rennen ausgeforscht, um sich bestmöglich auf den Giro d‘Italia vorzubereiten. Das Double einzuheimsen ist ein Kunststück, das bis dato sehr wenigen Fahrern gelang: Mit Gilberto Simoni (2003), Damiano Cunego (2004) und Vincenzo Nibali (2013) waren es deren drei. Trotzdem hat Froome ohne Zweifel die Fähigkeiten, um sich ebenfalls in diese Liste einzutragen und somit das zu vollenden, was Porte, Landa und Thomas in den vergangenen drei Jahren wegen Unfällen oder gesundheitlichen Problemen verwehrt geblieben ist.

„Der Mannschaft geht es gut und derzeit trainiert sie in Teide. Wir bereiten uns dort bestmöglich auf die Tour of the Alps vor, die wir gewinnen möchten. Und natürlich ist sie auch ein wichtiger Prüfstein um herauszufinden, wo wir in Hinblick auf den Giro d‘Italia stehen“, sagt Matteo Tosatto, Sportdirektor des Team Sky.

Die Strecke der Tour of the Alps unterstreicht die Verbundenheit zwischen den Regionen der Euregio Trentino, Südtirol und Tirol und ermöglicht dem Publikum ein sagenhaftes Panorama. Zudem kann das Team Sky seine Mannschaftsstärke ausspielen, denn Froome & Co. sind es gewöhnt den Ton anzugeben, wenn es bergauf geht. „Es wird eine anstrengende, gleichzeitig aber auch faszinierende Tour of the Alps mit einer exzellenten Organisation. Es gibt viele wichtige Anstiege. Allen voran die Alpe di Pampeago, wo sich herauskristallisieren wird, wer um den Gesamtsieg mitfahren kann“, ergänzt Tosatto.

Am Montag, 16. April fällt in Arco (Trient) der Startschuss einer spektakulären Ausgabe mit ungewissem Ausgang. Das unterstreicht auch der Sportdirektor aus Italien: „Zu den schärfsten Widersachern von Chris zähle ich Fabio Aru vom UAE-Team Emirates, der es nach einem durchwachsenen Frühling richtig gut machen möchte. Genauso wie Thibaut Pinot (Groupama-FDJ), der in solchen Rennen über sich hinauswachsen kann. Und dann darf man Kletterer wie den Kolumbianer Miguel Angel Lopez (Astana Pro Team) und Domenico Pozzovivo (Bahrain Merida) nie außer Acht lassen.“

Chris Froome wird am Vortag der ersten Etappe an der Pressekonferenz teilnehmen, die am Sonntag, 15. April um 16.30 Uhr im Casinò Municipale in Arco (TN) stattfinden wird. Danach kann das Spektakel auf den Straßen der Euregio endlich beginnen.